Weitere Hürde für den Radweg nach Bassum genommen

Für den Bau des Radweges an der L332 zwischen Neubruchhausen und Bassum sieht es weiter sehr gut aus. Eine weitere wichtige Hürde wurde jetzt genommen: Gegen die öffentlich ausgelegten Planungsunterlagen gab es keine Einwände von privater Seite.

„Wer sich natürlich noch gemeldet hat, sind die sogenannten Leitungsträger – also alle, die entlang des geplanten Radweges Wasser-, Telefon- oder Stromleitungen verlegt haben“, erläuterte Martin Kreienhop, Bauamtsleiter der Stadt Bassum, im Gespräch mit neubruchhausen.de. Das sei im Planungsprozess ein normaler Vorgang. Die Betreiber wollen damit sicherstellen, dass sie auf ihre Leitungen aufmerksam gemacht haben: „Wenn wir beim Bau dann was beschädigen, sind wir schuld.“

Hier soll er hin: Links der Straße zwischen Feld und Fahrbahn wird bald der neue Radweg nach Bassum gebaut.

Die wichtigste Aussage aber: Der Prozess läuft weiter wie geplant, eine Ausschreibung der Baumaßnahme im Herbst ist weiter wahrscheinlich. Eine nochmalige „Schleife“ mit dem Straßenbauamt und dem Landkreis werde noch einige Wochen brauchen; parallel bereitet die Stadt aber mit dem Planungsbüro aus Neuenburg (bei Wilhelmshaven) die Leistungsbeschreibung und Durchführungsplanung vor. Ausgeschrieben wird dann auf einschlägigen Online-Plattformen. Eine der größten Hürden, die laut Baumamtsleiter eventuell noch zu erwarten ist: „Wir müssen eine geeignete Firma für den Bau finden. Die sind alle gut ausgelastet, aber wir wollen ja nicht erst 2023 bauen.“ Der Preis muss natürlich auch stimmen.

Wie der Radweg aussehen wird

Die Unterlagen des Planungsbüros sind beeindruckend detailliert und verraten, warum derartige Bauprojekte – neben der Klärung der Grundstückfragen – so lange dauern. Es wird halt „deutsch gebaut“: Jeder Baum und Strauch, der wegmuss und im Gegenzug woanders neu gepflanzt wird, jede Röhre für das Regenwasser, jede zu versetzende Straßenlampe ist dort aufgeführt. Eine Art „Gebrauchsanleitung“ für die Baufirma, die den Radweg am Ende realisiert.

So sieht ein moderner Radweg aus: Die neue Verbindung zwischen Twistringen und Beckeln, 2,50 m breit und topfeben asphaltiert!

Doch dann bekommen die Bürgerinnen und Bürger von Neubruchhausen einen wunderbaren Radweg: 2,50 m breit und auf einer Länge von exakt 4626 m, zumeist schnurgeradeaus und topfeben geteert. Wie so etwas aussieht, ließ sich zuletzt an der L341 zwischen Twistringen und Beckeln beobachten, wo ein vergleichbar langer Radweg in den vergangenen Monaten gebaut wurde – eine Sache nicht von Wochen, sondern von mehreren Monaten.

Neben der Tatsache, dass der Radweg bei seinem Beginn in Neubruchhausen und dem Ende in Osterbinde einige Grundstücke leicht verändern wird – es ist dann halt ein Radweg davor, und einige Hecken und Büsche müssen „verlegt“ werden – sind die Änderungen an der Ortseinfahrt in Neubruchhausen das markanteste Planungsmerkmal. Das Ortsschild wird um 160 m in Richtung Bassum vorverlegt – im Zuge dieser Baumaßnahme funktioniert also, was am anderen Ende aus Richtung Ochtmannien bislang strikt abgelehnt wird.

Verkehrsinsel beim Ortseingang

Dieser Ausschnitt aus den detaillierten Planungsunterlagen zeigt die „Verschwenkung“ am Ortseingang. Zur besseren Orientierung: Das rote „X“ kennzeichnet das Ende des Schützenhauses.

Außerdem bekommt die Ortseinfahrt eine Verkehrsinsel – im Amtsdeutsch „Querungshilfe“ – samt einer Verschwenkung. Das ist heute Stand des Straßenbaus und wird dazu führen, dass die Geschwindigkeit bei der Einfahrt in den Ort sinkt – sehr begrüßenswert, schließlich wurden bei Messungen dort schon Spitzengeschwindigkeiten von 122 km/h festgestellt. Und die erste Kreuzung mit den Abzweigen in die Gattau und nach Hallstedt gilt bei der Polizei als Unfallschwerpunkt. Dass die „Querungshilfe“ zunächst einmal nur die Querung auf einen Acker anbietet, macht auch aus dieser Perspektive trotzdem Sinn: Dieses Gelände ist immer wieder mal als mögliches Bauland im Gespräch.

Vergabe erfolgt durch den Verwaltungsausschuss

Nach der Ausschreibung und dem Finden einer geeigneten Firma folgt die Vergabe. Martin Kreienhop hofft, dass diese nicht in den Zeitraum der Kommunalwahl am 12. September 2021 fällt – denn das könnte noch für eine Verzögerung sorgen. „Wir brauchen für die Vergabe den Verwaltungsausschuss. Der jetzige wird irgendwann seine letzte Sitzung haben, der neue sich nach der Wahl erst konstituieren müssen. Ich hoffe nicht, dass dieses Projekt davon betroffen ist.“

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