… und plötzlich stand Friedrich Erdmann auf der Bühne!

Er strahlt über das ganze Gesicht: Heimatvereins-Chef Hans-Hermann Schrader gelang bei der Preisverleihung zum „Wald des Jahres“ mit dem lebensgroßen Friedrich Erdmann die Überraschung.

„Großer Bahnhof“ in Neubruchhausen: Am 29. April wurden hier die Erdmannwälder zum „Waldgebiet des Jahres 2022“ ausgezeichnet. Mit einer großen Überraschung: Plötzlich war Friedrich Erdmann höchstpersönlich wieder da!

Es ging ja schon reichlich durch die Presse: Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat die Erdmannwälder zum „Waldgebiet des Jahres 2022“ gewählt. Am 29. April 2022 gab es nun ein großes Stelldichein im Neubruchhausener Gasthaus Zur Post. Volles Haus: Rund 200 Menschen, die im Waldbau, in Politik und Verwaltung Rang und Namen haben, waren dort vertreten und lobten „unseren“ Friedrich Erdmann „über den grünen Wald”. Zu Recht: Seine waldschonende Bewirtschaftung durch Mischwaldforsten gilt heute als beispielhaft, weil sie besonders robust gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels wie Stürmen oder Trockenheit ist.

Natürlich waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Heimatvereins Neubruchhausen beim Festakt zugegen. Vereinschef Hans-Hermann Schrader sorgte für eine faustdicke Überraschung, als er plötzlich eine lebensgroße Pappfigur von Friedrich Erdmann präsentierte. Die Moderatoren Kristin Häfemeier und Dirk Strauch hatten ihn gerade zu seiner Sicht und seinen Erfahrungen mit dem nahen Erdmannwald befragt, da kündigte „Hermi“ Schrader an: „Wir haben ja schon viele Fotos von ihm heute gesehen, aber der Heimatverein hat sich überlegt: Wenn wir schon eine solch tolle Veranstaltung hier in Neubruchhausen haben, dann wollen wir auch mal Friedrich Erdmann in Lebensgröße da haben.“ Sprachs und holte eine stattliche Pappfigur des berühmten Forstmeisters aus den Kulissen hervor – rauschender Beifall war die Reaktion der Anwesenden.

„Es gibt kein vergleichbares Revier mit einer solchen Baumarten-Vielfalt.“

Peter Braunert, ehemaliger Revierleiter

Wie bei solchen Ehrungen und Zusammenkünften üblich, wurden natürlich Grußworte gesprochen und Reden gehalten. Bundes- und Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute, Staatssekretär Professor Theuvsen aus dem niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Landrat Cord Bockhop per Videobotschaft, erfahrene Forstleute ebenso wie Auszubildende und noch viele mehr – alle betonten die Wichtigkeit der Arbeit von Friedrich Erdmann und seine weise Voraussicht. „Die Erdmannwälder sind der Wald der Zukunft“, so Peter Braunert, der ehemalige Revierleiter. „Man hat hier 30 verschiedene Baumarten. Es gibt kein vergleichbares Revier mit einer solchen Baumarten-Vielfalt.“

Beim Programmpunkt „Publikumsinterview” kamen dann auch „Nicht-Forstleute“ zu Wort – neben Hans-Hermann Schrader auch Neubruchhausens Gästeführerin Gerda Lüdeke, die schon seit Jahren Besucher unseres Dorfes über das Wirken Erdmanns aufklärt und durch seinen Wald führt (und dies am 14. Mai übrigens wieder tun wird, siehe Kalender). Gerda Lüdeke erinnerte sich als waschechte Neubruchhausenerin noch an Schulausflüge in der 2. Klasse, „natürlich ging es da zu Erdmanns Grab oder zum Siebenstern, und wir hörten die leicht unheimlichen Sagen, die mit dem Wald verbunden sind“. Als Gästeführerin habe sie dann Erdmann zu einem ihrer Themen gemacht. Heute freue sie sich, wie groß auch die touristische Anziehungskraft dieser Wälder sei.

Weiter Druck machen – ein gesunder Wald kostet auch etwas

Auch Hans-Hermann Schrader ist mit dem Erdmann-Wald groß geworden und berichtete lebensnah, was der Forst für ihn, aber auch für das Dorf bedeutet. „Als Kind habe ich dort gespielt, und später bin ich mit dem Sohn von Förster Sengelmann – man darf es ja kaum sagen – auf Sandwegen dort Motorradrennen gefahren“, schmunzelte er. Auch der ersten Freundin habe er im Wald die Besonderheiten des Erdmann-Waldes gezeigt. Angesichts der vielen Vertreter aus der Politik ermutigte er die Forstleute, beharrlich weiter darauf hinzuweisen, dass ein gesunder, robuster Wald auch etwas kostet: „Machen Sie weiter Druck, sagen Sie, was sie brauchen. Damit Sie auch das Geld dafür kriegen, den Waldbau nach Erdmannscher Art auch in Zukunft weiter voranzutreiben und diese Wunderwerke der Natur für die nächsten Generationen zu erhalten!“

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